Sehr geehrte Frau Lugg,

was für ein Konzert, was für eine Pianistin! Wir haben schon zahlreiche sehr gute Künstler im Isernhagenhof erlebt, doch diese Pianistin war großartig. Wäre Mussorgsky dabei gewesen, er hätte gelacht, sich auf die Schenkel geschlagen und gerufen, so, nur so müssen seine Bilder einer Ausstellung gespielt werden.

Wir haben uns noch am Abend die Lieder ohne Worte sowohl von Schumann als auch von Mendelsohn angehört. Ach, wie klang das trotz namhafter Interpreten im Vergleich zu dem, was wir vorher gehört haben. Es fehlte das Lebendige, es fehlte die Nähe, aus der wir das erleben durften, es fehlte auch der Blick auf den Ausdruck, die Gesten, die Bewegungen, mit denen die Künstlerin ihren Vortrag unterstrich.

Wir sind begeistert und zutiefst berührt.

Mit freundlichem Gruß 

Karl-Ludwig Wapler

Über: Mzia Jajanidze